Ernährungshinweise 

Ernährungshinweise für histaminintolerante Menschen zu geben, ist nicht leicht, denn beide zu betrachtenden Elemente, der Mensch und das Nahrungsmittel, zeigen große Schwankungen hinsichtlich ihrer Toleranz. 

So kann ein Produkt an einem Tag vertragen werden, am nächsten Tag aber schon nicht mehr. Auch ein geringer Histamingehalt kann die Verträglichkeit nicht garantieren, aus verschiedenen Gründen: Zum einen kann eine kritische Menge des im Körper ausgeschütteten und angesammelten Histamins bereits durch vorher aufgenommene Nahrungsmittel, Medikamente, durch Alkoholkonsum, Stress oder körperliche Belastung erreicht sein. Zum anderen kann die Speise andere biogene Amine oder allergene Inhaltsstoffe beinhalten, die ebenfalls zu histaminbedingten Beschwerden führen können. 

Ein Hinweis, der grundsätzlich gilt, ist, dass je frischer das Nahrungsmittel ist, umso verträglicher und histaminärmer ist es.

Histamin kann man nicht zerkochen oder erfrieren. 

Die folgende Auflistung von Nahrungsmittel kann also nur Hinweise über die individuelle Verträglichkeit geben. Auch finden sich hier nicht alle Lebensmittel, sondern nur solche, die mehrfach in einer Umfrage nach den 5 verträglichsten und 5 unverträglichsten Nahrungsmitteln von den Befragten genannt wurden.  Die folgenden Lebensmittel gaben Histaminintoleranzbetroffene als verträglich an (Spatz, 2009):



Über diese Nahrungsmittel wird bezüglich ihrer Verträglichkeit gestritten, d.h. sie wurden von den Befragten sowohl als verträglich als auch als unverträglich klassifiziert (Spatz, 2009):

Brot, Brötchen, Fleisch, Gewürze, Hefe, Kaffee, Milchprodukte, Pilze
 

Die folgenden Lebensmittel wurden von den Befragten als unverträglich eingestuft:


 

Zu den unverträglichen Zusatzstoffen zählen unter anderem Sorbinsäure (E 200-203), Benzoesäure (E 210-213), Schwefeldioxid (E 220-223) und die Farbstoffe Tartrazin (E 102), Chinolingelb (E 104) und Azorubin (E 122).